Vortrag von Dr. Andrea Hammel in Würzburg: Die Kindertransporte 1938/39
Die Kindertransporte 1938/39: Vortrag von Dr. Andrea Hammel (Universität Aberystwyth, Großbritannien)
Dienstag, 30. Juli 2013 um 19.30 Uhr
Shalom Europa, David-Schuster-Saal
Spätestens nach dem Novemberpogrom 1938 wurde allen Juden klar: Es würde in Deutschland keine Zukunft mehr für sie geben. Viele Eltern entschlossen sich deshalb schweren Herzens, wenigstens ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Verschiedene jüdische Hilfsorganisationen bereiteten in dieser Zeit die sogenannten Kindertransporte vor, von denen die meisten nach England gingen. In den Jahren 1938 und 1939 erlaubte die britische Regierung fast 10.000 jüdischen Kindern aus Deutschland, aber auch aus Österreich, der Tschechoslowakei und Polen, ohne Visa ins Land einzureisen. Sie wurden zumeist bei Pflegefamilien oder in Kinderheimen untergebracht und verbrachten so die Kriegsjahre in Großbritannien. Nach dem Krieg wurden die meisten Kinder britische StaatsbürgerInnen oder emigrierten schließlich in die USA oder nach Israel.
Neben einer Einführung in das Thema „Kindertransporte“ wird Dr. Andrea Hammel an diesem Abend anhand von Archivmaterial und Erinnerungsliteratur auch über die neuesten Erkenntnisse zu den Kindertransporten nach England sprechen. Dr. Andrea Hammel ist Dozentin für Germanistik am Lehrstuhl für Europäische Sprachen an der Universität von Aberystwyth, Großbritannien. Zu ihren Studien zählen unter anderem „History and Memory of the Kindertransport 1938/39“ und „The Commemoration of the Kindertransport 1938/39“.
Der Vortrag findet im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „JUNG – JÜDISCH – UNERWÜNSCHT“ statt. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.
Die Sonderausstellung „JUNG – JÜDISCH – UNERWÜNSCHT“ ist zu den folgenden Zeiten geöffnet:
Mo – Mi 10 – 17 Uhr
Do 10 – 20 Uhr
Fr 10 – 15 Uhr
So 11 – 16 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Öffentliche Führungen finden statt an den Sonntagen
11.8., 8.9., 29.9. und 13.10.2013, jeweils um 11 Uhr.
Weitere Führungen können auf Anfrage gebucht werden.
Zusätzliche Informationen zur Sonderausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie unter www.johanna-stahl-zentrum.de
Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken
Valentin-Becker-Str. 11
97072 Würzburg
Tel. 0931-18275
www.johanna-stahl-zentrum.de


